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Reform der Grundsteuer

Wir möchten Sie darauf aufmerksam machen, dass aufgrund der Grundsteuer-Reform alle Grundstückseigentümer im Jahr 2022 zu einer sog. Feststellungserklärung aufgefordert wurden und Ihnen unsere Unterstützung dbzgl. offerieren.

Die Erklärungen müssen auf elektronischem Wege bis voraussichtlich 31.10.2022 eingereicht werden. Die Aufforderung zur Abgabe entsprechender Erklärung ist durch öffentliche Bekanntmachung im Bundessteuerblatt vom 30. März 2022 erfolgt.

 

Grundsteuer-Reform: Hintergrund

Das Bundesverfassungsgericht hat dem Gesetzgeber bereits 2018 aufgegeben, die Bewertung von Grundstücken im Zusammenhang mit der Grundsteuer neu zu regeln. Hintergrund ist die als verfassungswidrig eingestufte Einheitsbewertung, die auf Werten aus den 60‘er Jahren (bzw. in den neuen Bundesländern sogar noch aus den 30‘er Jahren) beruht. Somit kann es aktuell zu einer unterschiedlichen Besteuerung von eigentlich gleichwertigen Grundstücken kommen.

Mit der Reform der Grundsteuer möchte der Gesetzgeber u. a. diese Ungleichheit beseitigen, ohne die durch die Grundsteuer erzielten Einnahmen insgesamt zu verändern. Dafür muss der für die Grundsteuer maßgebliche Grundstückswert neu festgestellt werden. Mit Wirkung für das Jahr 2025 sollen darauf basierend neue Grundsteuerbescheide ergehen.

Was bedeutet die Neuregelung für Sie?

Durch die o.g. Bekanntmachung wurden Sie aufgefordert, eine Erklärung zur Feststellung der Grundsteuerwerte auf elektronischem Wege abzugeben. Wenn Sie ein oder mehrere Grundstücke besitzen, unterstützen wir Sie gerne bei der Erstellung und Abgabe dieser Feststellungserklärung.

Bei der Bewertung gelten unterschiedliche Regelungen für unbebaute und bebaute Grundstücke sowie Besonderheiten für die jeweilige Art der Nutzung. Darüber hinaus können je nach Bundesland unterschiedliche Bewertungsregelungen gelten. Welches Modell für die Bewertung Ihres Grundstücks anzuwenden ist, hängt davon ab, in welchem Bundesland das Grundstück belegen ist.

Wie würden wir Sie unterstützen?

Gerne erstellen wir für Ihr(e) Grundstück(e) die notwendigen Erklärungen und übernehmen für Sie die elektronische Übertragung ans Finanzamt unter Beachtung der Fristen. Damit wir Sie adäquat beraten können, kommen Sie bitte auf uns zu. Obwohl die elektronische Abgabe der Erklärung zur Feststellung der Grundsteuerwerte bei den Finanzämtern planmäßig erst ab dem 1.7.2022 möglich sein wird, möchten wir Sie dennoch um eine Rückmeldung bis zum Ende Mai bitten, wenn Sie unsere Unterstützung grundsätzlich in Anspruch nehmen möchten.

Welche Angaben werden von Ihnen benötigt?

Zur besseren Planung bitten wir Sie, uns mit Ihrer Beauftragung zunächst gleich die Anzahl Ihrer Grundstücke mitzuteilen. Bitte berücksichtigen Sie hierbei, dass es sich um ein Schreiben an alle unsere Mandanten handelt. Sofern Ihr Grundstück bzw. Ihre Grundstücke Gegenstand der von uns erstellten Steuererklärungen bzw. Jahresabschlüsse war bzw. waren, ist bzw. sind uns diese natürlich bekannt. Von Grundstücken des Privatvermögens, die keiner Einnahmeerzielung dienen, haben wir jedoch nicht unmittelbar Kenntnis.

Im zweiten Schritt würden wir Sie bitten, für jedes Objekt die folgenden Angaben zusammenzutragen

  • Lage des Grundstücks bzw. des Betriebs der Land- und Forstwirtschaft
  • Gemarkung, Flur und Flurstück des Grundvermögens
  • Eigentumsverhältnisse
  • Grundstücksart (unbebaut, Wohngrundstück, andere Bebauung)
  • Fläche des Grundstücks
  • Wohnfläche bzw. Grundfläche des Gebäudes
  • mehrere Gemeinden [ja/nein]
  • Miteigentumsanteil [Zähler/Nenner]
  • Nutzungsart
  • Baudenkmal [ja/nein]
  • Abbruchverpflichtung

Wir haben hierzu eine einfache Excelvorlage bereitgestellt, in der Sie Ihre Informationen eintragen können. Es würde uns sehr helfen wenn wir diese Datenaufnahme bis Ende Juni 2022 abschließen könnten.

Sie finden die entsprechenden Daten zum Beispiel im Kaufvertrag, in der Flurkarte, im Grundbuchblatt, im Einheitswertbescheid, im Grundsteuerbescheid, im Grunderwerbsteuerbescheid oder in der Teilungserklärung.

Bitte lassen Sie uns auch die Unterlagen, aus denen sich die entsprechenden Daten ergeben, per E-Mail zukommen. Sollten diese erforderlichen grundstücksbezogenen Daten nicht (mehr) auffindbar sein, kann eine Flurkarte beim Vermessungsamt und ein Grundbuchauszug beim zuständigen Amtsgericht beantragt werden.

Es gibt keine Erfahrungswerte zum Ablauf des Erklärungsverfahrens und eventueller Probleme hierbei. Insofern möchten wir Sie schon jetzt auf weiteren, höchstwahrscheinlich anfallenden Abstimmungsbedarf vorbereiten.

Wir sehen in der Erklärungspflicht auch eine Gelegenheit unseren Datenbestand Ihrer Grundstücke, sofern sie steuerlich relevant sind bzw. werden können, abgesehen von dem jetzt aktuellen und verhältnismäßig unbedeutenden Grundsteuersachverhalt, abzugleichen.

Dies vor dem Hintergrund ggf. steuerlich gestaltend beraten zu können.

Über Ihre Rückinformation würden wir uns freuen und stehen Ihnen für alle weiteren Fragen gern zur Verfügung.

 

Erfassungstabelle:

Download Excel-tabelle

Die Eintragung in das Transparenzregister ist Pflicht

Gemäß § 20 Abs. 1 Satz 1 Geldwäschegesetz (GwG) besteht für

  • alle juristischen Personen des Privatrechts (z.B. GmbH, Unternehmergesellschaft, Aktiengesellschaft, Genossenschaften)
  • eingetragene Personengesellschaften (z. B. GmbH & Co. KG, OHG, Kommanditgesellschaft, Partnerschaftsgesellschaften) sowie für
  • nichtrechtsfähige Stiftungen, wenn der Stiftungszweck eigennützig ist,

die Verpflichtung, ihre wirtschaftlich Berechtigten zur Eintragung in das Transparenzregister zu melden.

 

Bislang kamen noch viele Meldepflichtige in den Genuss der so genannten Mitteilungsfiktion, das heißt, dass für sie eine Meldung an das Transparenzregister entbehrlich war, weil sich die wirtschaftlich Berechtigten aus anderen öffentlichen Registern ersehen ließen (z.B. Handelsregister).

Seit dem 1. August 2021 ist diese Erleichterung entfallen und das Transparenzregister ist jetzt ein Vollregister.

Aus der Meldefiktion ist  eine Meldepflicht geworden. Für einen fehlenden Eintrag können nach Ablauf der je nach Rechtsform der Gesellschaft unterschiedlichen Übergangsfristen empfindliche Bußgelder gegen die Geschäftsführung verhängt werden.

Wirtschaftlich Berechtigte sind:

  • natürliche Personen, in deren Eigentum oder unter deren Kontrolle das Unternehmen letztlich steht.
  • Wenn eine Person unmittelbar oder mittelbar mehr als 25 % der Stimmrechts- oder Kapitalanteile hält oder auf vergleichbare Weise Kontrolle ausübt.
  • natürliche Personen, auf deren Veranlassung eine Transaktion letztlich durchgeführt oder eine Geschäftsbeziehung letztlich begründet wird (z.B. Treugeber).

Wir möchten alle gesetzlichen Vertreter für diese Thematik sensibilisieren.

Mitteilungspflichtig sind folgende Angaben zum wirtschaftlich Berechtigten:

Vor- und Familienname, das Geburtsdatum, der Wohnort, der Typ des wirtschaftlich Berechtigten (fiktiv oder tatsächlich) sowie Art und Umfang des wirtschaftlichen Interesses (§ 19 GwG), in bestimmten Fällen die Staatsangehörigkeit (§ 21 Abs. 1 GwG).

Das Transparenzregister bietet u.a. eine kostenlose Servicenummer zu Registrierung (0800-123 43 37) Mo-Fr. von 8.00 bis 18.30 Uhr.

Bitte setzen Sie sich bei Fragen mit dem Transparenzregister in Verbindung.

 

Corona – Informationen für unsere Mandanten

Lesen Sie hier mehr:

Aktuelle Corona-Hilfen

In eigener Sache

Die MSW feierte am 30. September 2021 zusammen mit Mandanten und Wegbegleitern das 20jährige Firmenjubiläum im China Club Berlin. Gemeinsam warfen wir einen Blick zurück auf langjährige Mandatsbeziehungen und mehrere erfolgreich begleitete Börsengänge. Wir nahmen das Jubiläum aber auch zum Anlass, um in die Zukunft zu blicken. So durften wir Herrn Johannes Vogel, stellvertretender Bundesvorsitzender der FDP und Generalsekretär der FDP NRW, bei uns begrüßen, der mit seinem Vortrag zum Thema „Für eine Agenda 2030“ wichtige Impulse für die Herausforderungen unserer Zeit aufzeigte. In der anschließenden Diskussion zeigte sich, wie viele kleine und große Veränderungen die Zukunft mit sich bringen kann und es entwickelten sich Gespräche, die über den gesamten Abend trugen. Der gemeinsame Austausch lässt uns optimistisch in die Zukunft blicken und wir freuen uns, unseren Mandanten auch über die nächsten 20 Jahre hinaus mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Wir danken allen Anwesenden für diesen tollen Abend!